Märchenwiese

Die „Märchenwiese” gehört zu den sieben Nacktbadegeländen, welche in den 1920er Jahren am Motzener- und dem nahen Tonsee nach und nach entstanden sind und befindet sich am nördlichen Teil des Motzener Sees. Die „Märchenwiese” gibt es auch heute noch.
Für die damalige Zeit sehr gut, aber vor allem einfach zu erreichen, reiste man mit der „Bimmelbahn”, einer kleinen Dampfbahn, von Berlin aus an. Damit der Weg vom Bahnhof nicht zu weit wurde, hielt die Bahn, nach Absprache mit dem Lokführer, auf freier Strecke, damit die sonnenhungrigen „Lichtkämpfer” aussteigen konnten.

Etwas später, die Nacktbadekultur auf der „Märchenwiese” hatte sich etabliert, baute man sogar eine eigene kleine Bahnstation, nun besaßen sie Europas einziges FKK-Gelände mit einem direkten Gleisanschluss.

1968 fuhr die letzte Motzenersee-Bahn, jedoch blieben die Schienen zwischen Töpchin und Mittenwalde erhalten und man kann als Freizeitspaß heute (jedoch textil) mit eigener Muskelkraft auf Draisinen die Strecke befahren.

Der Motzener See gilt auch als „die nasse Wiege der deutschen Freikörperkultur”, damals noch »Nacktkultur« genannt.


Impressionen von der „Märchenwiese” aus dem Jahr 1930

 

 

Quelle:
• Bilder und Informationen: „Die Schönheit” - Heft 9 / 1930

zurück