Klappholttal

Das FKK-Lager auf der Insel Sylt
Nördlich von Westerland, mitten zwischen den Dünen, liegt, da wo die Insel Sylt am schmalsten ist, das Freikörperkulturlager Klappholttal.

Wenn man oben auf der Düne steht, schweift der Blick im Osten über das Wattenmeer bis zur schattenhaft geahnten dänischen Küste hinüber, während er sich nach Westen verliert über der Unendlichkeit der freien Nordsee. Keinen schöneren Ort könnte es für den Natrufreund geben, der für ein paar Wochen der Auffrischung seines Körpers, seines Gemüts nachgeht. Mit seinem weißen kilometerweiten Strand, mit den gut aufgezogenen kostenlosen Gymnastikkursen, mit seiner ausgezeichneten Verpflegung bietet Klappholttal während der hochsommerlichen Gästezeit regelmäßig einem runden Tausend von Besuchern das Glück einer vollkommenen Erholung.

Kurze Wanderungen erschließen das prächtige Sylter Natur- und Vogelschutzgebiet. Wenige Minuten heraus aus dem Treiben des Lagers kann man tief atmen in der Einsamkeit dieser - wie der Gründer und Leiter des Lagers, Dr. med. Ahlborn, es einmal ausdrückte - „unmittelbar aus der Hand der Schöpfung hervorgegangenen, von Wind und Wasser geformten nordsylter Dünenwelt”.

Die Einrichtung des Lagers ist einfach, erfüllt aber alle hygienischen Ansprüche. Die Unetrbringung erfolgt in Schlafräumen mit 2-5 einfachen Betten.
Außer den bereits erwähnten Gymnastikkursen finden Musikveranstaltungen, regelmäßige Tanzabende, Singewochen usw. statt. Gemeinsame Ausflüge wechseln mit kostenlosen Segelpartien mit dem Motorsegelkutter „Brise” ab.
Ch. Straesser - 1932

Wenige Sätze, aber treffend, so berichtete Charlie Straesser 1932 in der Zeitschrift »Sonniges Land« (Ausgabe: Juni 1932) über das FKK-Lager Klappholttal auf Sylt.


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Bild :
1 - Sonniges Land - 1932/6 (v. Mohle)
2 - Sonniges Land - 1932/6 (Werbung)
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