Spinnen

... die tierischen Feinde der Freikörperkultur
Alle Spinnen ? - Nein, zum Glück nicht. Momentan ist es nur eine giftige Spinnen-Art, die sich nach Deutschland „verirrt” hat - und zwar der »Dornfinger«. Bislang fühlte sich diese Spinnenart nur in Südeuropa wohl, jedenfalls dort, wo es warm ist - und bei uns wird es bekanntlich ja immer wärmer. Dass es den Dornfinger bereits in Deutschland gibt, ist dabei nicht neu, denn bereits in den 60er Jahren wurde diese Webspinnenart in Bayern gesichtet. Neu ist aber, dass der »Dornfinger« inzwischen auch schon in Sachsen und Brandenburg aufgetaucht ist.

Der Dornfinger wird ungefähr 1½ cm lang, hat einen roten Kopf und einen grünlichen Hinterleib. Berüchtigt: ihr starker Kiefer (= Giftklauen), der in der Lage ist, die menschliche Haut zu durchdringen (bei vielen einheimischen Spinnen, außer der Wasserspinne, sind die Giftklauen zu kurz oder nicht kräftig genug).


Keine Panik ! Der Biss ist nicht tödlich - Der Biss ist sehr schmerzhaft, ähnlich einem Wespenstich, und hat unangenehme Folgen, gesundheitliche Beeinträchtigungen. Bei empfindlichen Menschen kann es nach einem Biss zu Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden und Schwindelgefühl kommen. Kinder und empfindlichere Erwachsene sollten ärztlich behandelt werden !


Foto: © Fritz Geller-Grimm
Manchmal verfärbt sich die Bissstelle rötlich-blau, meist schwillt sie an. Für Allergiker könnte es noch unangenehmer werden: bei ihnen halten die Symptome oftmals über Wochen an.

Die Wahrscheinlichkeit, als Mensch von dieser Spinne gebissen zu werden, ist äußerst gering. Der Dornfinger ist in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Die Paarungszeit ist im Juli, dann können diese Tiere aggressiv werden.

Am Tage meist nur durch Zerreißen der Gespinstglocke, bzw. des Kokons, welcher vom Weibchen bewacht wird. Ein direkter Kontakt mit der Spinne führt auch nicht unbedingt automatisch zu einem Biss.

Das Gift des Dornfingers ist auch für Hunde und Katzen nicht tödlich.

Nur nicht gleich in Panik verfallen
... und gleich auf alle Spinnen losgehen! Der Dornfinger steht auf der »Roten Liste« der bedrohten Tierarten.
Vorsicht auch in anderen Ländern

Foto: © Jessco Stall
Neuseeland
Ein 22-jähriger FKK-Anhänger aus Kanada wurde zum Opfer eines durchaus tragischen Zwischenfalls. Nach einem Bad machte es sich der Urlauber in den Dünen bequem. Während er sich dort ausruhte, biss ihn eine winzige, aber giftige Katipo-Spinne (→ Rote Katipo) ausgerechnet in sein bestes Stück.
Der Penis des Mannes schwoll in kurzer Zeit sehr stark an und er bekam auch noch Muskelschmerzen, Fieber, Herzrasen und Kopfschmerzen. Der junge Kanadier begab sich umgehend in ein Krankenhaus, da er befürchtete, der Biss könne noch mehr gesundheitliche Schäden anrichten - er musste 16 Tage im Krankenhaus verbringen.

Unter normalen Umständen ist diese Spinnenart nicht angriffslustig - der junge Mann muss die Spinne wohl beim hinlegen gestört haben.
Hier der Original-Artikel: The Telegraph

 

Bilder:
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