Kinder   und   FKK

Aus der Sicht des Psychologen


Auszug: »die moderne familie«, 1974

Zitat:
» Gesetzt den Fall, ein Kind zivilisierter Menschen würde noch im Babyalter von den letzten Nacktgehern in irgendeinem Urwald dieser Welt adoptiert: Es würde ohne jedes Schamempfinden hinsichtlich seiner natürlichen Körpermerkmale aufwachsen, ohne dadurch seelischen Schaden zu nehmen. «

So Dr. Ottfried Lang (Salzburg) in der Fachzeitschrift "Ärztliche Praxis" zu dem Thema »Psychische Schädigung des Kindes und ihre Prophylaxe« (1971).

Dr. Lang ist der Auffassung, daß das nackte Herumtollen (im Freien zum Sonnenbaden, aber auch in der Wohnung) nicht nur ein gesundheitsfördender physiologischer Hautreiz ist, sondern dem Kind, oder den Kindern, so viel Entzücken bereitet, daß man dies auf keinem Fall unterbinden sollte.
Eine Meinung, der sich heute, über 30 Jahre später, inzwischen die meisten Psychologen angeschlossen haben.

Zitat:
» Ohne Probleme verhält es sich, wenn ein Kind die Nacktheit in einer Gruppe von Erwachsenen und anderen Kindern als selbstverständlich erlebt. Die spezifische anatomisch-sexuelle Identifizierung scheint in überfamiliären, gewissermaßen gefühlsneutralen Gruppen leichter zu gelingen. Der Knabe kann bei den erwachsenen Männern alle Übergänge bis zu großen Genitalien bemerken - und Mädchen erhalten die Gewißheit, Brüste zu bekommen.
Diese kompensatorische Gewißheit wird nirgendwo leichter erworben, als wie in der Freikörperkultur. «

Aber so neu waren die Ausführungen von Dr. Lang auch nicht, denn schon Ernst Ludwig, letzter Großherzog von Hessen bemerkte einfach, aber trefflich:
» Einer Menschheit, die zu einem Leben in freier Natur, zu Luft und Sonne zurückgefunden hat, kann weder Krankheit noch Entsittlichkeit etwas anhaben. Der Kampf um das Licht ist ein guter Kampf; wohl dem, der ihn mitkämpft!«


Behauptungen
Falsch Richtig
Der Anblick eines nackten Kindes kann Sexualstraftäter
dazu bringen, sich an einem Kind zu vergreifen.
Die Aktivität eines Sexualstraftäters setzt nicht durch den
Anblick eines nackten Kindes ein. Die Ursachen sind in
der Persönlichkeit des Täters verankert.
Scham ist ein natürlicher Schutz vor zu früher sexueller
Betätigung.
Scham ist dem Menschen nicht angeboren, Scham vor der
eigenen Nacktheit kann in vielen Fällen eine (sexuelle) Be-
ziehung zum anderen Geschlecht stören.
Quelle: © Eltern


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