Gefährliche   Botanik
Nicht alles, was irgendwie „schmackhaft” aussieht, kann / darf / sollte man essen. Gerade Kinder sollte man über diese Gefahren aufklären - oder besser noch: die entsprechenden Gewächse überhaupt nicht erst anpflanzen. Auch nicht, wenn sie noch so schön aussehen.
Vor diesen Pflanzen wird gewarnt !
Bärenklau

Auch: Riesenbärenklau oder Herkulesstaude. Ein sehr hochwachsendes und schönes Gewächs, um welches man jedoch einen großen Bogen machen sollte, besonders wenn man nackt ist.
Grund: Der Saft kann unter Sonneneinwirkung und im Zusammenhang mit Feuchtigkeit (Wasser / Schweiß) einen sehr schmerzhaften Nesselausschlag verursachen, wobei es gelegentlich auch noch zu einer Blasenbildung (wie bei einer Verbrennung) kommen kann. Es brennt, juckt und ist sehr schmerzhaft.


Bärenklau
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Größenvergleich
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verbranntes_Kind
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1 - Riesenbärenklau / Herkulesstaude
2 - Größenvergleich
3 - „Verbrennung” durch den Saft der Pflanze

Auf ein FKK-Gelände gehört die Herkulesstaude nicht hin !


3 - Bildquelle: »Der Kinder-Arzt« (1988)
Tollkirsche
Tollkirsche Alle Teile des Strauchs sind giftig, ganz besonders die glänzend schwarzen Kirschen, welche Atropin enthalten
Rote Heckenkirsche
Rote_Heckenkirsche Der kleine Strauch ist in allen Teilen nur schwach giftig und zum Glück sehr bitter.
Faulbaum
Faulbaum ... oder Scheißkirsche.
Großer, baumartiger Strauch, der in allen seinen Teilen giftig ist. Er kommt in feuchten Gebieten (zB: Moor) vor.
Seidelbast
Seidelbast ... oder Wilde Kirsche.
Sehr hübscher, kleiner Strauch, der gerne in Gärten angepflanzt wird. Die Blüten und die hellroten Samen sind jedoch sehr giftig.
Pfaffenhütchen
Pfaffenhütchen ... oder Lauskirsche.
In geschlossenem Zustand ähneln die Früchte normalen roten Kirschen. Die in ihnen steckenden Samen und die Blätter sind sehr giftig.
Rote Zaunrübe
Rote_Zaunrübe ... oder Teufelskirsche.
Rankende Staude mit großen Blättern, steht meist an Wegrändern.
Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, vor allem in den roten Früchten.
Zu dieser kleinen Auflistung kommen natürlich noch weitere Pflanzen hinzu, zum Beispiel einige Pilz-Sorten, aber auch der Goldregen.

Besteht der Verdacht, dass ein Kind von einer giftigen Pflanze gegessen hat, so sollte man diesem Kind sofort etwas zu trinken geben und dann ein Erbrechen auslösen. Auf jeden Fall sollte man mit dem Kind ins Krankenhaus fahren. Hierzu ist es ganz praktisch, wenn man ein Teil der Pflanze und / oder eine Probe des Erbrochenen mitnimmt, damit der Arzt erkennt, womit das Kind sich vergiftet hat.

Im Zweifelsfall - oder auch zusätzlich - kann man sich über die Giftnotrufnummern informieren.

GIZ-Nord
Giftnotrufe (ausführliche Liste)
Hilfreich und nützlich ist es, sich bereits vor einem Ausflug oder einer Wanderung die entsprechende Giftnotrufnummer zu notieren und mit sich zu führen und/oder im Handy zu speichern.