Sehe ich gut genug aus, um mich vor all den fremden Menschen nackt zu zeigen ?

Grundsätzlich gilt:
Man geht nicht auf ein FKK-Gelände oder einen FKK-Strand, um sich dann dort nackt zu „zeigen”, sondern um nackt zu „sein”.

Ein kleiner, aber feiner Unterschied, denn man ist nackt, weil...
... es etwas natürliches ist
... es etwas schönes ist
... es etwas reines ist
... es durchaus eine Kulturform ist
... es angenehm ist
und so weiter...

Apropos »zeigen«: WAS hat man(n/frau) denn zu zeigen, was andere NICHT haben ? Nennt mir doch bitte Beispiele, denn ich weiß keine.


Schaut Euch ruhig dieses Bild von mir
größer an, ich bin da ganz ehrlich: ich
bin dick, oder für mein Gewicht zu klein
(mindestens 1 Meter). Ich wiege, nach
letzter Messung (03.07.2015) genau
118,2 kg. Aber ich bin durchaus nicht
der »dickste« FKKler.
Wenn Ihr Euch das Bild von mir genau angesehen habt, konntet
Ihr vielleicht auch die Streifen auf meinem Bäuchlein erkennen.
Es handelt sich dabei um so genannte „Dehnungsstreifen”, die
auch als „Schwangerschaftsstreifen” bekannt sind.
Durch die Einnahme von Cortison hatte ich damals schneller an
Umfang zugenommen, wie die Haut mitwachsen konnte. In der
Folge kam es dann zu der Streifenbildung.

Ich werde so akzeptiert, wie ich bin. Nicht mein Körper, oder dessen Umfang zählt, sondern (mein) »ICH«. Nicht mehr und nicht weniger. Ich bin auch nicht „FKKler” geworden, um mir schöne Körper anzusehen, sondern, weil es mir Spaß und Freude bereitet, mich nackt in der Natur aufzuhalten.

Aber ... bis es so weit war, musste auch ich erst einmal einen Lernprozess durchlaufen. Ich habe erst einmal selbst lernen müssen, meinen Körper so zu akzeptieren, wie er nun einmal ist. Über jedes Kilo, welches ich verliere, freue ich mich - auf der anderen Seite gerate ich auch nicht mehr in Panik, wenn mal wieder ein oder zwei Kilo dazu gekommen sind.
→ ich bin nun einmal so
→ ich bin übergewichtig
→ ich bin dick
und
→ ich mag mich ... ich mag mich so, wie ich bin.

© Michael Otto

nett rund ... na und !
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