Sport und Familie im Vordergrund

DFK-Schwimmen in Witten / Dortmund wieder ein Erfolg

Durch widrige Umstände lassen sich die Schwimmerinnen und Schwimmer des Deutschen Verbandes für Freikörperkultur e.V. (DFK) nicht unterkriegen. Einmal mehr haben sie dies bei den diesjährigen Schwimm-Meisterschaften des DFK auf den Vereinsgeländen der Sport-und Naturfreunde Witten und Sport-und Naturfreunde Dortmund gezeigt. Denn lange Regenschauer haben die Sportlerinnen und Sportler nicht davon abgehalten, die Wettkämpfe der jährlichen DFK-Schwimm-Meisterschaften zu bestreiten.

„Es ist eine tolle Atmosphäre gewesen”, stellt der DFK-Schwimmwart Andreas Neumann fest. Der sportliche Wettkampf sei genauso wie das familiäre Miteinander erlebbar gewesen. Mehr als 150 Aktive aus mehr als einem Dutzend naturistischen Breitensportvereinen hätten in diesem Jahr um Medaillen und Urkunden gekämpft. Für Andreas Neumann erscheint es jedes Jahr sympathisch, dass der olympische Gedanke des "Dabeisein ist alles" im Vordergrund steht. "Es nehmen glücklicherweise auch viele Menschen an den DFK-Schwimm-Meisterschaften teil, die sich bei keinem anderen Sportereignis ins Wasserbecken wagen würden. Es ist immer wieder stark, wenn Frauen und Männer aus allen Generationen mit Schlachtrufen und dem Klatschen der begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer ins Ziel getragen werden", berichtet Andreas Neumann sichtlich stolz. Belohnt wurden die Aktiven nicht nur mit der Begeisterung der Zuschauerinnen und Zuschauer. Als kleines »Dankeschön« und Anerkennung für die Aktiven, brachte die DFK-Vizepräsidentin Michaela Toepper leuchtend gelbe Taschen mit, die durch den Aufdruck „Go nude und ein Smily” humorvoll gute Laune vermitteln.

Für die DFK-Vizepräsidentin Michaela Toepper, die am Schwimmbecken des SuN Witten ein Heimspiel hatte, ist das DFK-Schwimmen ein wichtiger Begegnungsort für Menschen, die Freude an Sport und Naturismus haben. Man treffe immer wieder alte Bekannte und pflege den Spaß am gemeinsamen Sport, meinte sie in ihrem Grußwort an die 150 aktiven Sportlerinnen und Sportler sowie die Zuschauerinnen und Zuschauer, die noch einmal in derselben Zahl an den Rand des Ruhrgebiets gekommen waren. Gerade das Schwimmen als traditionelle FKK-Sportart zeige Jahr für Jahr, wie alle Generationen zusammen Sport treiben und das sogar auch in einer Mannschaft, wie beim Staffelschwimmen. Der Präsident der Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG NW), Günther Hedderich, betonte in seiner Ansprache, dass das DFK-Schwimmen für ihn ein Zeichen dafür sei, dass die naturistische Bewegung lebe. Es gehe immer um die Gemeinschaft und das gemeinsame Tun.

Die Organisatoren des SuN Witten und SuN Dortmund hatten sich einiges einfallen lassen. Mit einer Grease-Bühnendarbietung hatten sie am Festabend des DFK-Schwimmens auch die letzten Bewegungsmuffeln zum Hüftschwingen gebracht. „Eine solch große Veranstaltung, die ehrenamtlich bewältigt wird, ist immer wieder Anlass, den Menschen Dank zu sagen”, so Andreas Neumann. Der Einsatz der Menschen im Amt der Ehre sei unglaublich wichtig. Er hoffe, dass er seinen Dank deutlich genug hat machen können.

Die Karawane zieht weiter. Dies gilt zumindest für die Schwimmerinnen und Schwimmer des DFK. Sie werden - zumindest wenn sie entsprechend qualifiziert sind - nach dieser nationalen Ausscheidung am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober 2015 bei der Schwimm-Gala der Internationalen Naturisten-Föderation (INF) im französischen Mulhouse ihr Können unter Beweis stellen. Die DFK-Schwimm-Meisterschaften 2016 werden am 11. und 12. Juni 2016 mit der Unterstützung des Familien-Sport-Bundes Salzgitter auf dem Vereinsgelände des Familien-Sport-Bundes Hildesheim stattfinden.

© Christoph Müller


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